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Über Mut, Sichtbarkeit und die Liebe zum Teilen

November 2025
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Sehen und gesehen werden

Ich habe lange gezögert. Tage, vielleicht auch länger. Die neue Homepage war fertig – technisch zumindest. Aber innerlich war ich es noch nicht. Da war diese leise Stimme, die fragte: „Bist du wirklich bereit, dich so zu zeigen?“


Fotografie ist für mich schon immer mehr gewesen als nur Bildermachen. Es ist ein Stück von mir, das ich nach außen trage – mein Blick auf die Welt, meine Stimmungen, meine Geschichten. Und genau das macht es so verletzlich. Denn wer sich zeigt, kann auch gesehen – und beurteilt – werden.

Fotografie lebt vom Hinsehen. Ich sehe – Menschen, Momente, Licht. Doch die andere Seite des Sehens, das Gesehenwerden, hat mich lange verunsichert. Eine Homepage bedeutet: Ich öffne die Tür. Ich lasse Menschen hinein in meine Welt. Ich lade sie ein, zu stöbern, zu fühlen, zu urteilen – oder sich vielleicht einfach nur zu freuen.

Und dann hab ich geklickt, auf „Veröffentlichen“. Mental und emotional – an der virtuellen Hand von oafochsani Sandra Fürtauer. Sie war da – mit einem wachen Blick, einem offenen Herzen und einer unglaublichen Ruhe. Sie hat das Design und die Strategie der Homepage gemacht, ja – aber sie war auf diesem Weg so viel mehr. Sandra hat mich begleitet, motiviert, gespürt, was ich sagen wollte, noch bevor ich es in Worte fassen konnte. An ihrer virtuellen Hand fiel mir der Schritt leichter. Stück für Stück, Seite für Seite.

 

Ich bin dankbar – für jede Nachricht, jedes Herz, jedes ehrliche Wort. Für die spürbare Liebe, die mich erreicht hat. Und für das Gefühl, dass gesehen werden nichts Bedrohliches mehr ist, sondern etwas Verbindendes.

Vielleicht ist das genau das, was Fotografie ausmacht:
Ein gegenseitiges Sehen.
Ein gegenseitiges Erkennen.
Ein bisschen Mut.

"Nicht gesehen zu werden, nicht gehört zu werden, ist unerträglich. Weil es unsere Menschlichkeit in Frage stellt.!

Emila Roig

Wer bin ich?

Meine Geschichte, meine Erinnerungen, meine Beziehungen, meine Verbindungen, meine Gefühle – machen MICH und meine Fotografie aus.

Es ist ein endloses Verstecken und Suchen. Fotografie ist für mich ein Mittel, Emotionen einzufangen und geheime, wundervolle Gedanken.

Ich fange Gefühle ein, aber auch die Abwesenheit von Gefühlen. Meine Bilder, das bin ich. Mein Glück,  mein Trauer, meine Hässlichkeit, meine Schönheit, meine Menschlichkeit, die Art wie ich lebe, fühle und denke. Meine Sicht auf die Welt. Was ich sehe, sieht niemand anderer.

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